Archiv für die Kategorie „Henry (1302 LS Cabrio)“

Winterschlaf

Die letzten Wochen waren eigentlich eh schon viel zu voll und es war keine Zeit für die Käfer übrig. Daher ist nach dem Motortausch alles stehen und liegen geblieben. Heute haben wir in der Halle alles aufgeräumt und unseren Mexikaner winterfit gemacht und abgedeckt. Nun wird in den nächsten Monaten erstmal etwas Ruhe einkehren und ab März wieder weitergebastelt. Der Motor soll ja über den Winter noch neu aufgebaut und im Frühling eingebaut werden, so dass unser Käferchen bis zum Maikäfertreffen wieder top fit ist.

Anschlüsse der Bremskontrollleuchte

Nachdem ich kürzlich auf die Anschlüsse der Kontrollleuchte des Bremssystems angesprochen wurde, habe ich mal nachgesehen und ein Bild davon gemacht.

Die Anschlüsse sind folgendermaßen belegt:

– Rotes Kabel: oben
– Blaues Kabel: links
– Braunes Kabel: rechts
– Schwarzes Kabel: mitte

Bau eines mobilen Motorprüfstands (1)

Für den Käfer-Motor aus dem Cabrio, der seit dem Ausbau nur in der Ecke steht, hatte ich schon lange geplant einen Motorprüfstand bauen. Das verrückte Ziel an der Idee war, den Motor bei gutem Wetter vor die Halle zu schieben, zu starten und sich einfach an dem schönen Klang zu erfreuen. Gesagt, getan 🙂
Vor einigen Wochen hatte ich mit dem rollbaren Fahrgestell bereits angefangen. Da der Motor einige Kilos auf die Waage bringt, sollte es eine recht massive Konstruktion werden. Ich habe Holzbalken mit 10×10 cm² Grundfläche verwendet. Für einen etwaigen Ölwechsel erhielt die Spanplatte ein quadratisches Loch, so dass das Öl direkt auf dem Gestell (mit dem Gabelstapler angehoben) abgelassen werden kann. Als Griff zum Schieben und für das Anbringen des Panels mit den Rundinstrumenten und Schaltern wurde ein Geländer aus Holz an das Fahrgestell geschraubt.
Das Panel und die Verkabelung fehlen im Moment noch, aber der 1200er Motor, der sich im Moment auf dem Gestell befindet, arbeitet schonmal einwandfrei.

Video 1:

Video 2:

Fotos:

Abheben der Karosserie

Nach ein paar Monaten Pause haben wir endlich die Cabrio-Karosserie von der Bodengruppe weggehoben. Getrennt waren beide bereits, aber sie standen noch übereinander, wodurch keine weiteren Arbeiten an der Bodengruppe möglich waren. Mit vier Personen haben wir das Häuschen einfach angehoben und zur Seite getragen.
Nun kann demnächst die Bodengruppe in Angriff genommen werden und die Hebebühne ist zudem wieder frei für unseren anderen Käfer.

Reinigung des Typenschilds

Das Typenschild sitzt beim Käfer ganz vorne unterhalb der Kofferraumhaube in der Nähe des Haubenschlosses. Da bei meinem Wagen innen alles in schwarz lackiert wurde, haben die Vorbesitzer das Typenschild auch einfach mit lackiert. Natürlich soll zum Ende der Restauration das Typenschild wieder in einem ordentlichen sauberen Zustand an der Karosserie befestigt werden.
Auf dem Typenschild befanden sich mindestens drei verschiedene Schichten mit Autofarbe. Leider ließ sich die Farbe nur ganz schlecht bis gar nicht lösen. Auf Anfrage bei VW und anderen Teilelieferanten habe ich erfahren, dass die Typenschilder nicht mehr lieferbar sind. Also habe ich versucht den Lack doch noch irgendwie zu entfernen, ohne dass das Typenschild verkratzt oder sich gleich ganz auflöst. Mit verschiedenen chemischen Mitteln und Ultraschallbad ist es mir dann gelungen, dass sich die Autofarbe von der Aluminiumoberfläche gelöst hat und mit vielen sauberen Tüchern und Wattestäbchen habe ich das Typenschild dann tatsächlich wieder sauber gekriegt. Das erste Bild in der Galerie zeigt das Typenschild im angebrachten Zustand mit der schwarzen Farbe, und das zweite Bild das fertige gereinigte Typenschild. Es sieht wieder echt gut aus.

Abheben der Karosserie

Da das Federbein nachwievor sehr fest gesessen hat, blieb uns nichts anderes übrig als mit der Flex die Lenkstange abzutrennen. Danach ging der Federbeinausbau kinderleicht. Dann wurden noch die letzten vier Schrauben der Bodengruppe gelöst und – voilà – endlich konnten wir das Häuschen von der Bodengruppe abheben! Insgesamt hat es nun mit ganz viel Pausen gute 8 Jahre bis zu diesem Moment gedauert…
Für die nächsten drei Wochen ist erstmal Pause. Es stehen Urlaub und diverse Termine an und ein paar käferfreie Wochenenden sind auch mal nötig.

Bremsflüssigkeit, GFK-Verklebungen, Lenkung, Tacho-Welle, Federbein

Eigentlich wollten wir heute die Karosserie abheben, aber leider hatten wir doch noch mit ein paar Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch wenn wir unser Ziel nicht erreichen konnten, war es dennoch ein sehr produktiver Tag.

Zuerst haben wir die Bremsflüssigkeit aus dem Behälter abgesaugt und aus den Leitungen abgelassen und vorne die Bremsschläuche und den Behälter für die Bremsflüssigkeit ausgebaut. Dann haben wir uns an die Lenkung gemacht, da diese von der Bodengruppe durch ein Loch in der Karosserie bis zum Lenkrad verläuft und natürlich zum Abheben entfernt werden muss. Der Ausbau gestaltete sich schwierig, weil alles einfach sehr sehr fest saß. Einen Teil konnten wir lösen, den Rest haben wir erstmal auf Eis gelegt. Die Tacho-Welle musste noch entfernt werden. Sie verläuft vom Tacho durch die Karosserie vorne links nach unten bis zum Rad und geht dann von hinten durch eine Gummitülle ins Federbein hinein bis nach vorne zur Radnabe. Dort wird sie mit einer Klammer fixiert. Beim Ausbau saß die Welle sehr fest im Federbein und konnte nur mit viel Kraft herausgezogen werden.

Bis hierhin war es noch ganz okay, aber dann kam die richtig ätzende Arbeit:

Unter der Rücksitzbank mussten wir die Glasfaserverspachtelungen entfernen, da wir erfahren haben, dass sich dort noch zwei Schrauben für die Bodengruppe befinden müssen. Glasfaserspachtel zu entfernen ist natürlich eine schweine Arbeit. Mit Hammer und Meißel muss in mühseliger Kleinarbeit Stück für Stück des Spachtels entfernt werden. Darunter haben wir dann diverse Rost-Löcher und geschweißte Bleche entdeckt. Die beiden Schrauben ließen sich auch nicht mehr herausdrehen und beide Schraubenköpfe sind beim Versuch abgerissen, was aber nicht so tragisch ist. Wesentlich wichtiger ist die Frage, ob die Deppen damals hoffentlich nicht das Häuschen mit der Bogengruppe verschweißt haben…

Vorne in der Ersatzradwanne haben wir unter einem Stopfen noch zwei Schrauben in die Bodengruppe gefunden und entfernt.

Die letzte Hürde war der Ausbau der Federbeine vorne. Hierfür müssen jeweils drei Schrauben oben im Kofferraum und drei Stück unten am Federbein gelöst werden. Die unteren Schrauben saßen alle sehr fest. Links konnte es ausgebaut werden, rechts aber leider nicht, weil sich die Lenkstange trotz gelöster Mutter und Hammerschlägen nicht herausnehmen lassen wollte.

Ausbau Dämm-Matten

Nach dem Ausbau des Motors haben wir die Dämmmatten im Motorraum entfernt und dabei Durchrostungen hinten links im Motorraum entdeckt. Das sind wahrscheinlich noch übrig gebliebene Rest von dem Tausch des durchgerosteten Radkastens hinten links. Dann haben wir die Dämmmatten im Kofferraum hinten und unter der Rücksitzbank entfernt. Hier sind wir auf Dichtmasse gestoßen, unter der sich Ausbesserungen aus Glasfaserspachtel befinden. Angeblich ist das original, aber ich bin da misstrauisch.
Außerdem haben wir die Dämmmatten von den Bodenblechen gekratzt, unter denen sich eine Menge Rost befindet. Die Bleche sind zwar nicht durchgerostet, aber ich denke trotzdem, dass ich sie austauschen werde.

Ausbau von Motor und Verdeck

Der heutige Tag war ziemlich produktiv. Wir haben den Motor ausgebaut und es war das erste Mal für uns. Auch wenn es eigentlich ziemlich einfach ist, braucht man ein Weilchen, um alle Vorbereitungen zu erledigen und um über alles nachzudenken. Beim Ausbau muss man folgendes beachten: Luftfilter abnehmen, Heizungsschläuche entfernen, Gaszug aushängen, Benzinleitung abklemmen, Motorkabelbaum vollständig abklemmen, Motorverblechung abschrauben, die eine von innen erreichbare Schraube am Getriebe lösen, von unten die Baudenzüge der Heizung abklemmen, Heizungsrohre abbauen, Gaszug durch den Lüftungskasten durchziehen und Benzinleitung von unten abklemmen, dann die drei Schrauben von unten lösen. Wagen wieder herunterfahren und dabei den Motor auf einen Rollwagen absetzen. Motor an den beiden Auspuffrohren anfassen und vom Getriebe abziehen, dann Fahrzeug wieder hochfahren und Motor unten rausziehen. Fertig 🙂
Vorher haben wir noch das Verdeck abgebaut und beiseite gelegt und nachher habe wir bereits einen Großteil der Schrauben von der Bodengruppe gelöst. Hierbei darf man nicht die vier innenliegenden Schrauben unter der Rücksitzbank und die beiden vorne auf dem Mitteltunnel vergessen.
Zum Schluss haben wir noch die Nieten vom Kofferraum vorne und vom Typenschild aufgebohrt.

Tank ausbauen

​Leider war die Zeit schon wieder sehr knapp, so dass ich nicht viel machen konnte. Den Tank habe ich nun endlich ausgebaut, nachdem ich von unten die Benzinleitung getrennt und die restlichen Liter abgelassen habe. Da der Ausbau etwas widerspenstig war, war damit die meiste Zeit schon wieder vorbei. Um den Motor werde ich mich dann das nächste Mal kümmern.